Fast in Dresden

Der Sommer ist offenbar wieder da und führt dazu, dass wir momentan leidlich schwitzend, aber keinesfalls unvergnügt in Richtung Dresden unterwegs sind. Noch etwas müde sind wir, war spät gestern. Ich hatte von einem sehr vielversprechenden Soundcheck gesprochen und dieses positive Gefühl trügte (trug) nicht. Schöner Saal, schöne Bühne, toller Sound, kein allzu großes, aber ein sehr aufmerksames und nettes Publikum (da kann man auch mal aus dem Nähkästchen plaudern), ein diesbezüglich bestens aufgelegter Todor… ein ganz wunderbares Konzert war das gestern. Mein ganz persönlicher Höhepunkt war die Live-Premiere des Songs ‘Apart’ – ich mag Gänsehaut auf der Bühne.

Der weitere Abend führte dann uns und eine kleine Schar von sympathischen Übriggebliebenen in die benachbarte Soulkitchen-Halle (ihr wisst schon, der Fatih-Akin-Film…), die wir zu allem Überfluss dann für uns hatten. Man stelle sich also kindlich begeisterte Bertholinis vor, die sich in wechselnder Besetzung über die famose Plattensammlung beugen und sekündlich Freudenschreie ausstoßen. Sternstunden der Vinyldisko! Ein herrlich ausgelassener Abend!

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Mittlerweile sind wir am Ostpol in Dresden angekommen, ich muss mit ausladen. Ob trotz CL-Finale jemand in den Ostpol findet und ob wir überhaupt auf die sehr kleine Bühne gepasst haben erzähl ich morgen…

Euer Zoltán

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Von Dannenberg nach Hamburg

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Wir sind also wieder unterwegs, vielmehr waren wir gestern Abend schon am Werk. Der Raum 2 in Neu Tramm bei Dannenberg war einmal mehr unser konzertantes zu Hause. Wie bereits erwähnt traf die Gunst der Stunde exakt auf Zwölf und bescherte uns ein interkontinentales Double Feature mit Friendly Rich & the Lollipop People “from Brampton, Ontario”. Ganze vier Jahre ist es nun her, dass wir mit den 6 Kanadiern eine 10-tãgige Tour durch Deutschland und Österreich absolvierten – das verbindet, das schweißt zusammen und seither ist in diesem Zusammenhang oft vom kanadischen Teil der Familie gesprochen worden. Dementsprechend groß war das HALLO des nachmittäglichen Wiedersehens.

Auch über den Raum 2 habe ich an dieser Stelle schon viel erzählt. Leider hatten unsere Gastgeber mit der “Kulturellen Landpartie” (ein Kunst-, Kultur- und Handwerksfestival in der ganzen hiesigen Region) alle Hände voll zu tun und wenig Zeit für uns. Das Konzert hatte wie immer einen etwas improvisierten Charme, was der kleinen Anlage und Bühne geschuldet ist. Wir standen in drei Reihen hintereinander, daher ist mein (hinterste Reihe) Eindruck wohl wenig repräsentativ. Nach den Zugabeforderungen zu urteilen war es ein sehr gutes Konzert…

Heute Morgen dann der kurze Transfer nach Hamburg durchs Grüne:

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Lüneburg sitzen wir nun bei leckerer Salatvorspeise in der Hamburger Honigfabrik. Der Soundcheck war sehr vielversprechend, ich werde berichten…

Bis Morgen, euer
Zoltán

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Zurück auf die Bühne

Mitte April ist es geworden. Ostern liegt hinter uns und der Frühling will jetzt endlich mal ernst machen mit höheren Temperaturen. Die Abende werden länger und lauer. Freibad- und Biergartenbetreiber scharren schon mit den vermeintlichen Hufen. Da nutze ich hier nochmal die Gelegenheit. Bevor alle Welt Eis-schleckend oder mit Hugos und Aperols bewaffnet die Freiluft-Lounges bevölkert und die Nase in die ersehnte Sonne streckt. Ich fasse also die Chance am Schopfe und sage ein weiteres Mal laut: es ist wieder soweit, Konzerte stehen bevor!

Mitte Mai besteigen wir unseren Bandbus und fahren von Nürnberg aus eine gigantische Acht durch die Republik. Vier Stationen bzw. Konzerte wird es geben:

16.05.12 – Gießen, Ulenspiegel (abgesagt)
17.05.12 – Neu Tramm, Raum 2 (Kulturelle Landpartie)
18.05.12 – Hamburg, Honigfabrik
19.05.12 – Dresden, Ostpol

+++++ UPDATE ++++++
Betrübliche Nachrichten: Die Show in Gießen wurde leider kurzfristig abgesagt. Wir bemühen uns um einen Nachholtermin.
+++ UPDATE ENDE +++

Nach so vielen Wochen im Proberaum endlich wieder auf der Bühne! Besonders freuen wir uns auf die Kulturelle Landpartie im schönen Wendland. Wir waren ja bereits mehrfach im “Raum 2″ zu Gast (Sternstunden der Demokratie – ihr erinnert euch vielleicht…), diesmal handelt es sich aber um eben jenes, uns gegenüber mehrfach hochgelobtes Kunst-/Handwerks-/Avantgarde-”Festival”, die Kulturelle Landpartie. Die Stimmung in Neu Tramm war jedesmal äußerst inspirierend und ich freue mich schon riesig auf das Wiedersehen dort. Überraschenderweise werden dort obendrein auch Friendly Rich & the Lollipop People – der kanadische Teil der Bertholini-Familie – mit von der Partie sein. Ein denkwürdiger Abend steht uns also bevor. Freut euch also wie wir auf den Frühsommer! Schön wird das.

Bis dahin
Euer Zoltán

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Leb wohl gelbe Bühne

Mannomann, was für ein Konzert! Was für ein Festival! Ein wahrlich standesgemäßer Abschied war das, ein rauschendes Fest, ein pompöser letzter Paukenschlag! In jedem Fall eine große letzte Ehre für die Yellowstage bzw. die altehrwürdigen Hazelwoodstudios als Ganzes. Drei denkwürdige und unvergessene Produktionen haben wir dort erlebt – die Resultate kennt ihr natürlich in- und auswendig. Und mit mindestens drei Tränen im Knopfloch haben wir dann also am Samstag auch die Reise nach Frankfurt angetreten.

In der Brotfabrik angekommen war die Stimmung beim großen familiären Wiedersehen zunächst freilich ein wenig gedämpft. Das lag aber weniger am vermeintlich traurigen Anlass, als an der durchaus anstrengenden Woche, die die tapfere Hazelwoodstock-Crew bereits hinter sich hatte (fünf Tage Festivalbetrieb hinterlassen eben Spuren). Auch der Soundcheck war noch etwas schleppend, aber schon jetzt war deutlich zu spüren, dass ES am Abend wieder passieren würde – schon wieder. Ich selbst konnte die erste Band “Plus” leider nur kurz sehen, aber schon da scheint die Stimmung dann endgültig über den Rand geschwappt zu sein, denn als wir (bereits) gegen 22:30 Uhr die Bühne betraten, war die Brotfabrik brechend voll und die Energie hätte nicht positiver sein können. Waren das die Karma-Zinsen für 15 Jahre idealistischen (Sub-)Kulturbetriebs? Egal, es war jedenfalls wunderschön und wir hatten 60 sehr euphorische Bertholini-Konzertminuten! Und das ohne Janos, der leider nicht mitreisen konnte! Auf seinem Stuhl nahm allerdings während des zweiten Songs eine geheimnisvolle, asiatischen Schlangentänzerin aus dem Publikum Platz! Im Nachhinein würde ich sogar sagen, dass sie mit ihrem süßlich-verbotenen Charme eine ganz besondere Prise zu diesem ohnehin legendären Konzertabend beigetragen hat. Ohne die hessische Inkarnation der jungen Yoko Ono wäre es einfach nicht das Selbe gewesen. Wobei hier nicht der Eindruck entstehen darf, sie hätte sich in aufdringlicher Weise in den Vordergrund gespielt – mitnichten! Es war (zumindest anfangs) eher die schüchtern analysierende Beobachterposition, die – auf die Bühne geholt – unser Tun gleichsam in einen ganz anderen Kontext stellte. (Sehr wunderlich! Und man muss tatsächlich seine Lehren aus diesem rein zufälligen Geschehen ziehen!) Bei der Zugabe hielt es schließlich auch sie nicht mehr auf Janos’ Stuhl und so war – bezeichnenderweise – “The Girl behind the wall” einmal mehr unser gefeierter Schlusspunkt an diesem beinahe historischen Abend. Danke Hazelwood!

Zurück in der bescheideneren Heimat freuen wir uns nun auf einige weitere Wochen im Proberaum. Wir basteln weiter an neuem Material und kommen voraussichtlich erst wieder Mitte Mai Live zum Vorschein. Zwischen durch wird es hier aber bestimmt immer mal wieder von uns zu lesen geben. Bis dahin!

Euer Zoltán

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Hazelwoodstock 2 und The Johnny Komet

Neulich versprochen, schon ist es soweit! Seit heute läuft das endgültige Festival: Hazelwoodstock 2! Leider nun doch nicht direkt in den heiligen Hallen des Hazelwoodstudios. Nach den finalen Querelen mit dem Vermieter (wer mehr erfahren möchte findet hier alle schmutzigen Details) findet das Großereignis nun in eiligst organisierten, der Familie nahestehenden Locations statt: dem Café KoZ, dem iVi (Institut für vergleichende Irrelevanz) und am Samstag in der Brotfabrik. Hier werden dann auch wir unseren bescheidenen Live-Beitrag leisten. Wer wann wo genau spielt und auch sonst einfach alles zu diesem heiligen Spektakel findet ihr hier. Und falls ihr es tatsächlich noch nicht gesehen habt zeige ich hier nochmal Oszkars audiovisuellen Trailer-Beitrag (inklusive des süßen Ukulele-Hits “SuperRey”)

Und wo wir schon gerade schon so ausschweifend über die hohe Qualität von Oszkars aktuellem artistischen Output plaudern, muss nun auch an dieser Stelle endlich einmal die Rede auf sein neuestes, dreiköpfiges (feuerspeiendes?) Steckenpferd kommen: The Johnny Komet. Gitarre, Bass, Schlagzeug – mmmh! Am vergangenen Samstag waren Oszkar, Laurens und Herr Konrad erstmals und erstklassig Live auf der Bühne im MUZClub zu sehen. Davon gibts leckererweise einen kleinen Ausschnitt:

Wenn ihr – und davon gehe ich aus – mehr davon hören wollt, könnt ihr euch hier mal umsehen.

So, nu ist genug rumgehockt! Auf zum Hazelwoodstock nach Frankfurt! Wir sehen uns spätestens am Samstag in der Brotfabrik!

Zoltán

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